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Land    Frauen

Egestorf-Salzhausen

Foto: Kathrin Fölsch
 

Halbtagesfahrt nach Ramelsloh und Ohlendorf
                              am 21. Juli 2011

98 Landfrauen nahmen an der diesjährigen Halbtagesfahrt teil. In drei Gruppen wurde
zuerst die Firma Bruno Bierbaum (Hamburger Speckland) in Ramelsloh besichtigt.
Bereits seit 1963 ist die Familie Bierbaum im Süßwarengeschäft tätig. Zunächst wurden
die Schausteller in Hamburg und Umgebung mit den leckersten Naschereien beliefert,
bis 1965 beschlossen wurde, diese selbst herzustellen. Eine besondere Spezialität ist der
Hamburger Speck in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Aus besten Zutaten
hergestellt ist er der Klassiker im Sortiment, dicht gefolgt von dem Schoko-Salmiak-Lolli
(wird seit 1968 produziert). Die Herstellung des Schoko-Salmiak-Lollis wurde uns Land-
frauen in den Fabrikräumen demonstriert und wir mussten feststellen, dass auch Handarbeit
nötig ist.
Heute arbeitet der Familienbetrieb bereits in dritter Generation mit 14 Mitarbeitern. Mittlerweile
werden über 100 Produkte hergestellt. Alle Landfrauen deckten sich gut mit Leckereien aus
dem Verkaufsraum ein.

Das Mittagessen fand im Garten von Helga Hartig in Marxen statt. Die Sonne schien, Helga und
ihr Team hatten die Tische nett mit Vogelbeeren und Leinentüchern dekoriert. Sie servierten
eine leckere Hochzeitssuppe und Tomatensuppe. Anschließend gab es Blechkuchen und Kaffee.
Alle Landfrauen genossen den wunderschönen Garten und das leckere Essen, es war wunderschön.

Um 14.00 Uhr sind wir zur Führung bei der Ohlendorfer Behr AG - auch Salat Behr genannt -
gefahren.
Vielen Landfrauen war Salat Behr nur aus Supermärkten bekannt, als Lieferant hochwertiger,
frischer Salate und Gemüse sowie als Anbauer von Salat und Gemüse auf den hiesigen Feldern
und als lästiger, lautstarker und häufiger Nutzer der örtlichen Durchgangsstraßen.
Jetzt hatten wir die Möglichkeit uns ein anderes Bild zu machen.
Herr Sievers gab uns umfangreiche Informationen zum europaweit arbeitenden Unternehmen.
Die Behr AG bewirtschaftet eine Kulturfläche von 4000 ha Freiland an zwei Standorten in
Deutschland (Ohlendorf/Nds. und Gresse/Meckpo). Davon werden knapp 400 ha ökologisch
bewirtschaftet. Zusätzlich werden in Spanien, Portugal, Polen und Rumänien 1200 ha für den
Gemüseanbau genutzt. Durch die verschiedenen Standorte in Europa besteht die Möglichkeit
die unterschiedlichen Gemüsesorten genau dort anzubauen, wo Boden und Klima den Ansprüchen
der Kulturen optimal entsprechen.
In drei Gruppen wurden anschließend die riesigen Werkshallen besichtigt. Die Landfrauen bekamen
im wahrsten Sinne eine Gänsehaut: Um die Qualität der frisch geernteten Produkte zu erhalten
herrscht in der gesamten Halle eine Temperatur von konstant vier Grad Celsius.

Mit vielen interessanten Informationen und Tüten voll mit leckerem Gemüse und Salat fuhren
die Landfrauen um 16.00 Uhr nach Hause.

Jutta Helmke

                    Jahreshauptversammlung
 

Unsere diesjährige Jahreshauptversammlung fand am 14. Februar 2012 in Egestorf im Gasthaus
"Acht Linden" statt.

Als Referentin konnten wir Frau Ulrike Tubbe-Neuberg von der LWK Hannover, mit dem
Thema: "Männer gehen einkaufen -Frauen gehen shoppen", begrüssen.
130 Landfrauen hatten sich zur Veranstaltung angemeldet. Der Vortrag wurde sehr anschaulich
und amüsant gehalten. So lernten wir, dass bei manchen Männern, wenn sie die Worte "Wir gehen jetzt Einkaufen" hören, der Blutdruck und die Stresshormone so stark ansteigen, wie bei einem
Düsenjäger-Piloten kurz vor dem Start. Also schonen wir doch unsere Männer und shoppen gleich
für sie mit.

Verabschiedet haben wir eine Ortsvertrauensfrau. Margit Lübberstedt kann aus betrieblichen Gründen
das Amt der Ortsvertrauensfrau nicht mehr wahrnehmen. Der neue Betriebszweig "Eis vom
Bauernhof" fordert sehr viel Zeit. Aber wir werden Margit sicher noch häufig besuchen, denn wir
haben ihr Eis schon probiert und das ist ja soooo lecker!
Edda Hartig-Abegg hat sich bereit erklärt das Amt von Margit zu übernehmen. Wir freuen uns sehr
auf die Zusammenarbeit mit Edda.

    Aktuelles                                     

 Fotos der Schlesienreise vom 15.06. - 22.06.2010:   HIER  
 
Fotos der Hollandreise vom 14.06. - 17.06.2011:     HIER  
 
Rückblick 2011                                                                       HIER

 

 

 

Holland in Not!

32 Landfrauen auf Entdeckungsreise im Königreich zwischen Land
und Meer vom 14. bis 17. Juni 2011

Unsere Landfrauen-Reise 2011 ging ins Land der Windmühlen, Grachten, Polder und Kreisel.
Wir hatten ein volles Programm: Besuch zweier Gärtnereien, Führungen durch die Städte
Groningen, Lelystad, Zwolle, Harlingen, Hoorn, dem ehemaligen Inselort Urk auf dem Grund der
einstigen Zuidersee und Delfzijl an der Ems sowie die Besichtigung des kleinen Schlosses
"Poptaslot" bei Leeuwarden.

In Groningen staunten wir über die vielen Radfahrer, die mit ihren "fiets" durch die autofreie
Innenstadt radelten, teilweise mit Kindern auf dem Gepäckträger und auf der Querstange. Das
klappte tadellos, wir hörten nicht einmal eine Fahrradklingel.

Wir lernten die verschiedensten Stadtführer kennen: In Urk zum Beispiel den
"Ich-bin-dann-mal-weg-Führer, in Harlingen den "Lüneburger Heidefan", in Groningen den
"Flüsterer", in Hoorn den fröhlichen "Story-Erzähler" und in Delfzijl eine "dreizahnige Stadtführerin".

Unser Hotel "Van der Valk" in Drachten war super, Frühstück und Abendessen erstklassig und
reichlich. Unser Fahrer Udo fuhr durch zig Kreisel, auf Wirtschaftswegen und über den Afsluitdijk.
Des öfteren mussten wir auf Brücken halten, wenn angezeigt war: "slagboom boven", um ein
Schiff durchzulassen.

Es war eine sehr schöne und ereignisreiche Reise, wie immer, wenn wir Landfrauen gemeinsam
etwas unternehmen.

Reisebericht von Anke Bauch                  


Dankeschönfahrt der Ortsvertrauensfrauen

Unsere diesjährige Dankeschönfahrt für die Ortsvertrauensfrauen führte uns auf die "Insel"
Hitzacker zu Biber, Seeadler und Störchen. Am 23.08.2011 um 9.00 Uhr ging es für
36 Ortsvertrauensfrauen und Vorstandsmitglieder, bei anfänglichem Regen, in Salzhausen
am ZOB los. In Hitzacker angekommen staunten die Landfrauen über hohe Berge und blendenden
Sonnenschein.
Frau Angelika Hoffmann vom NDR aus Lüneburg empfing uns und wir erhielten einen Rückblick
über die Geschichte der Teilung Deutschlands, veranschaulicht durch Dokumentationen von
Zeitzeugen.

Klaus-Peter Lehmann ("der Zollschreiber"), Direktor des Museums in Hitzacker führte uns auf
den Weinberg. Da der aus diesen Trauben gewonnene Wein nur besonderen Bürgern für
besondere Verdienste verliehen wird, konnten die Landfrauen keine Kostprobe nehmen.
Die atemberaubende Aussicht über die Elbe entschädigte uns aber dafür und für die gestiegenen
80 Treppenstufen bis zum Gipfel.
Nach dem Abstieg, der eigenartiger Weise viel kürzer war als der Aufstieg (ob Herr Lehmann die
Landfrauen wohl auf Fitness testen wollte?) besuchten wir das Museum in Hitzacker. Herr
Lehmann und Frau Hoffmann führten uns in zwei Gruppen durch das kleine gemütliche
Museum. Das Alte Zollhaus erzählt von Leben mit Elbe und Jeetzel. Dort finden wir auch
berühmte Zeitzeugen wie Herzog August und Claus von Amsberg wieder. Einige wären gern
länger geblieben. Als eine interessante Einnahmequelle des Museums erwähnte Herr Lehmann
immer wieder das selbst gebaute Floß. Dieses kann über das Museum für Gruppen bis zu
12 Personen gechartert werden. Bei einer Tour mit dem Sofafloß Carmen die Natur der Elbe
erleben, vom Frühstück auf der Elbe bis zur Mondscheinfahrt. Mehr zum Museum unter:
www.museum-hitzacker.de
Das Mittagessen und die Aussicht in der "Inselküche" fanden großen Anklang.
Nach dem Mittagessen überquerten wir die Elbe mit der Fähre Richtung Bitter. Der Fährmann
strahlte angesichts so vieler unternehmungslustiger Landfrauen (und sicher auch wegen der
zu erwartenden Einnahmen).
In Bitter angekommen erwartete uns schon Frau Hoffmann und führte uns über das historische
Kopfsteinpflaster auf den Deich. Einen Fahrservice, in Form ihres netten Ehemannes, für
überflüssige Taschen (inzwischen hatten einige ja auch schon eingekauft) und auch Jacken, denn
die Sonne schien jetzt aus allen Knopflöchern, hatte Sie auch mitgebracht. Nachdem die Rück-
sitzbank gefüllt war, die Autotüren ließen sich noch schließen, fuhr Herr Hoffmann mit unseren
Habseligkeiten davon. Wir folgten Frau Hoffmann auf den Deich. Dort hörten wir wiederum eine
Dokumentation. Eine Zeitzeugin berichtete darüber, wie sie den Tag der Grenzöffnung in Bitter
erlebte. Wir hörten Geschichten zum Grenzverlauf und Dörfern, die verschwanden. Von Menschen
die versuchten zu fliehen ... ergreifend und schon heute fast unvorstellbar - aber wahr.
Das abschließende Kaffeetrinken fand im Garten von Frau Hoffmann statt. Auf dem alten Bauern-
hof, direkt hinter dem Deich, erwarteten uns wunderschön gedeckte Tische und fantastischer
Kuchen.
Nach dem Kaffeetrinken traten wir die Rückfahrt mit dem "guten" Erich an, der sich dann aber eher
als lustiger Erich entpuppte. Hier kamen wir fast planmäßig kurz nach 18.00 Uhr an.


Angelika Meyer - Marina Koch

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