
Land Frauen
Egestorf-Salzhausen

Halbtagesfahrt nach
Ramelsloh und Ohlendorf
am 21. Juli 2011
98
Landfrauen nahmen
an der diesjährigen Halbtagesfahrt teil. In drei Gruppen wurde
zuerst die Firma Bruno Bierbaum (Hamburger Speckland) in Ramelsloh
besichtigt.
Bereits seit 1963 ist die Familie Bierbaum im Süßwarengeschäft tätig.
Zunächst wurden
die Schausteller in Hamburg und Umgebung mit den leckersten Naschereien
beliefert,
bis 1965 beschlossen wurde, diese selbst herzustellen. Eine besondere
Spezialität ist der
Hamburger Speck in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Aus besten
Zutaten
hergestellt ist er der Klassiker im Sortiment, dicht gefolgt von dem
Schoko-Salmiak-Lolli
(wird seit 1968 produziert). Die Herstellung des Schoko-Salmiak-Lollis wurde
uns Land-
frauen in den Fabrikräumen demonstriert und wir mussten feststellen, dass
auch Handarbeit
nötig ist.
Heute arbeitet der Familienbetrieb bereits in dritter Generation mit 14
Mitarbeitern. Mittlerweile
werden über 100 Produkte hergestellt. Alle Landfrauen deckten sich gut mit
Leckereien aus
dem Verkaufsraum ein.
Das Mittagessen fand im Garten von Helga Hartig in Marxen
statt. Die Sonne schien, Helga und
ihr Team hatten die Tische nett mit Vogelbeeren und Leinentüchern dekoriert.
Sie servierten
eine leckere Hochzeitssuppe und Tomatensuppe. Anschließend gab es
Blechkuchen und Kaffee.
Alle Landfrauen genossen den wunderschönen Garten und das leckere Essen, es
war wunderschön.
Um 14.00 Uhr sind wir zur Führung bei der Ohlendorfer Behr
AG - auch Salat Behr genannt -
gefahren.
Vielen Landfrauen war Salat Behr nur aus Supermärkten bekannt, als Lieferant
hochwertiger,
frischer Salate und Gemüse sowie als Anbauer von Salat und Gemüse auf den
hiesigen Feldern
und als lästiger, lautstarker und häufiger Nutzer der örtlichen
Durchgangsstraßen.
Jetzt hatten wir die Möglichkeit uns ein anderes Bild zu machen.
Herr Sievers gab uns umfangreiche Informationen zum europaweit arbeitenden
Unternehmen.
Die Behr AG bewirtschaftet eine Kulturfläche von 4000 ha Freiland an zwei
Standorten in
Deutschland (Ohlendorf/Nds. und Gresse/Meckpo). Davon werden knapp 400 ha
ökologisch
bewirtschaftet. Zusätzlich werden in Spanien, Portugal, Polen und Rumänien
1200 ha für den
Gemüseanbau genutzt. Durch die verschiedenen Standorte in Europa besteht die
Möglichkeit
die unterschiedlichen Gemüsesorten genau dort anzubauen, wo Boden und Klima
den Ansprüchen
der Kulturen optimal entsprechen.
In drei Gruppen wurden anschließend die riesigen Werkshallen besichtigt. Die
Landfrauen bekamen
im wahrsten Sinne eine Gänsehaut: Um die Qualität der frisch geernteten
Produkte zu erhalten
herrscht in der gesamten Halle eine Temperatur von konstant vier Grad
Celsius.
Mit vielen interessanten Informationen und Tüten voll mit
leckerem Gemüse und Salat fuhren
die Landfrauen um 16.00 Uhr nach Hause.
Jutta Helmke
Unsere diesjährige Jahreshauptversammlung fand am 14.
Februar 2012 in Egestorf im Gasthaus
"Acht Linden" statt.
Als Referentin konnten wir Frau Ulrike Tubbe-Neuberg von
der LWK Hannover, mit dem
Thema: "Männer gehen einkaufen -Frauen gehen shoppen", begrüssen.
130 Landfrauen hatten sich zur Veranstaltung angemeldet. Der Vortrag
wurde sehr anschaulich
und amüsant gehalten. So lernten wir, dass bei manchen Männern, wenn sie
die Worte "Wir gehen jetzt Einkaufen" hören, der Blutdruck und die
Stresshormone so stark ansteigen, wie bei einem
Düsenjäger-Piloten kurz vor dem Start. Also schonen wir doch unsere
Männer und shoppen gleich
für sie mit.
Verabschiedet haben wir eine Ortsvertrauensfrau. Margit Lübberstedt kann
aus betrieblichen Gründen
das Amt der Ortsvertrauensfrau nicht mehr wahrnehmen. Der neue
Betriebszweig "Eis vom
Bauernhof" fordert sehr viel Zeit. Aber wir werden Margit sicher noch
häufig besuchen, denn wir
haben ihr Eis schon probiert und das ist ja soooo lecker!
Edda Hartig-Abegg hat sich bereit erklärt das Amt von Margit zu
übernehmen. Wir freuen uns sehr
auf die Zusammenarbeit mit Edda.
Fotos der Schlesienreise
vom 15.06. - 22.06.2010:
HIER
Fotos der Hollandreise vom 14.06. - 17.06.2011:
HIER
Rückblick 2011
HIER
Holland in Not!
32 Landfrauen auf Entdeckungsreise im Königreich zwischen
Land
und Meer vom 14. bis 17. Juni 2011
Unsere Landfrauen-Reise 2011 ging ins Land der Windmühlen,
Grachten, Polder und Kreisel.
Wir hatten ein volles Programm: Besuch zweier Gärtnereien, Führungen durch die
Städte
Groningen, Lelystad, Zwolle, Harlingen, Hoorn, dem ehemaligen Inselort Urk auf
dem Grund der
einstigen Zuidersee und Delfzijl an der Ems sowie die Besichtigung des kleinen
Schlosses
"Poptaslot" bei Leeuwarden.
In Groningen staunten wir über die vielen Radfahrer, die mit
ihren "fiets" durch die autofreie
Innenstadt radelten, teilweise mit Kindern auf dem Gepäckträger und auf der
Querstange. Das
klappte tadellos, wir hörten nicht einmal eine Fahrradklingel.
Wir lernten die verschiedensten Stadtführer kennen: In Urk zum
Beispiel den
"Ich-bin-dann-mal-weg-Führer, in Harlingen den "Lüneburger Heidefan", in
Groningen den
"Flüsterer", in Hoorn den fröhlichen "Story-Erzähler" und in Delfzijl eine "dreizahnige
Stadtführerin".
Unser Hotel "Van der Valk" in Drachten war super, Frühstück
und Abendessen erstklassig und
reichlich. Unser Fahrer Udo fuhr durch zig Kreisel, auf Wirtschaftswegen und
über den Afsluitdijk.
Des öfteren mussten wir auf Brücken halten, wenn angezeigt war: "slagboom boven",
um ein
Schiff durchzulassen.
Es war eine sehr schöne und ereignisreiche Reise, wie immer,
wenn wir Landfrauen gemeinsam
etwas unternehmen.
Reisebericht von Anke Bauch
Unsere diesjährige Dankeschönfahrt für die
Ortsvertrauensfrauen führte uns auf die "Insel"
Hitzacker zu Biber, Seeadler und Störchen. Am 23.08.2011 um 9.00 Uhr ging es
für
36 Ortsvertrauensfrauen und Vorstandsmitglieder, bei anfänglichem Regen, in
Salzhausen
am ZOB los. In Hitzacker angekommen staunten die Landfrauen über hohe Berge
und blendenden
Sonnenschein.
Frau Angelika Hoffmann vom NDR aus Lüneburg empfing uns und wir erhielten
einen Rückblick
über die Geschichte der Teilung Deutschlands, veranschaulicht durch
Dokumentationen von
Zeitzeugen.
Klaus-Peter Lehmann ("der Zollschreiber"),
Direktor des Museums in Hitzacker führte uns auf
den Weinberg. Da der aus diesen Trauben gewonnene Wein nur besonderen
Bürgern für
besondere Verdienste verliehen wird, konnten die Landfrauen keine Kostprobe
nehmen.
Die atemberaubende Aussicht über die Elbe entschädigte uns aber dafür und
für die gestiegenen
80 Treppenstufen bis zum Gipfel.
Nach dem Abstieg, der eigenartiger Weise viel kürzer war als der Aufstieg
(ob Herr Lehmann die
Landfrauen wohl auf Fitness testen wollte?) besuchten wir das Museum in
Hitzacker. Herr
Lehmann und Frau Hoffmann führten uns in zwei Gruppen durch das kleine
gemütliche
Museum. Das Alte Zollhaus erzählt von Leben mit Elbe und Jeetzel. Dort
finden wir auch
berühmte Zeitzeugen wie Herzog August und Claus von Amsberg wieder. Einige
wären gern
länger geblieben. Als eine interessante Einnahmequelle des Museums erwähnte
Herr Lehmann
immer wieder das selbst gebaute Floß. Dieses kann über das Museum für
Gruppen bis zu
12 Personen gechartert werden. Bei einer Tour mit dem Sofafloß Carmen die
Natur der Elbe
erleben, vom Frühstück auf der Elbe bis zur Mondscheinfahrt. Mehr zum Museum
unter:
www.museum-hitzacker.de
Das Mittagessen und die Aussicht in der "Inselküche" fanden großen Anklang.
Nach dem Mittagessen überquerten wir die Elbe mit der Fähre Richtung Bitter.
Der Fährmann
strahlte angesichts so vieler unternehmungslustiger Landfrauen (und sicher
auch wegen der
zu erwartenden Einnahmen).
In Bitter angekommen erwartete uns schon Frau Hoffmann und führte uns über
das historische
Kopfsteinpflaster auf den Deich. Einen Fahrservice, in Form ihres netten
Ehemannes, für
überflüssige Taschen (inzwischen hatten einige ja auch schon eingekauft) und
auch Jacken, denn
die Sonne schien jetzt aus allen Knopflöchern, hatte Sie auch mitgebracht.
Nachdem die Rück-
sitzbank gefüllt war, die Autotüren ließen sich noch schließen, fuhr Herr
Hoffmann mit unseren
Habseligkeiten davon. Wir folgten Frau Hoffmann auf den Deich. Dort hörten
wir wiederum eine
Dokumentation. Eine Zeitzeugin berichtete darüber, wie sie den Tag der
Grenzöffnung in Bitter
erlebte. Wir hörten Geschichten zum Grenzverlauf und Dörfern, die
verschwanden. Von Menschen
die versuchten zu fliehen ... ergreifend und schon heute fast unvorstellbar
- aber wahr.
Das abschließende Kaffeetrinken fand im Garten von Frau Hoffmann statt. Auf
dem alten Bauern-
hof, direkt hinter dem Deich, erwarteten uns wunderschön gedeckte Tische und
fantastischer
Kuchen.
Nach dem Kaffeetrinken traten wir die Rückfahrt mit dem "guten" Erich an,
der sich dann aber eher
als lustiger Erich entpuppte. Hier kamen wir fast planmäßig kurz nach 18.00
Uhr an.
Angelika Meyer - Marina Koch